Der Pionier hinter dem System: Was RJ Madsens Builder-Award bedeutet

Wenn die meisten Leute „Automatisierung" hören, denken sie an kalte Roboter, die Menschen ersetzen. Aber die Geschichte von RJ Madsen zeigt etwas anderes – richtig umgesetzte Automatisierung gibt Menschen ihre Zeit zurück und macht die Arbeit für alle sinnvoller.

Warum dieser "langweilige" IT-Award tatsächlich interessant ist

Klar, wenn jemand von "Automatisierungspreisen" erzählt, klingt das erstmal nach einem Mittagsschlaf-Generator. Code hier, Code dort — wer braucht das schon?

Aber RJ Madsen hat mich umgestimmt.

Der Mann arbeitet als Automation Engineer bei Net Friends, einem IT-Dienstleister in North Carolina. Und gerade hat er den Titel "2026 Builder of the Year" bei den Rewst Automation & AI Awards abgeräumt. Seine Arbeit verdient tatsächlich mehr als ein Gähnen.

Die Zahlen sprechen für sich

Was mich sofort gepackt hat: Allein im April hat RJ über 750 Stunden Handarbeit für sein Team eingespart. Sieben. Hundert. Fünfzig. Stunden. Rechnet das mal kurz durch — das sind fast 19 volle Arbeitswochen. Und die Richtung zeigt nach oben: Eintausend Stunden pro Monat sind drin.

Durch seine Arbeit können Techniker jetzt 200 Benutzer betreuen, statt der üblichen 100 in der Branche. Doppelte Auslastung, gleiche Mannschaft. Der Trick? Die langweiligen, sich wiederholenden Aufgaben laufen jetzt automatisch. Die Mitarbeiter haben plötzlich Zeit für das, was wirklich zählt.

Warum Custom-Lösungen schlagen, was man fertig kaufen kann

Das unterscheidet RJ von vielen anderen: Er baut nicht einfach Templates zusammen und gut. Nein — er entwickelt von Grund auf, maßgeschneidert auf die Arbeitsweise von Net Friends. Stellt euch vor, ihr kauft Möbel, die so ungefähr passen — versus jemand, der exakt das einbaut, was ihr braucht.

Ein Projekt sticht besonders heraus: Ein System, das Geräte von Kunden-Mitarbeitern automatisch einrichtet. Schneller, genauer, als es ein Mensch je hinbekommen würde. Dann gibt es eine Lösung, die das Alter und die Zuordnung von Geräten trackt — damit Kunden Upgrades planen können, statt in Hektik zu verfallen. Die Rechnungsautomatisierung schluckt nicht mehr 120 Stunden pro Monat. Und das Sahnehäubchen: eine Eigenentwicklung, die erstmals zentrale Kontrolle über alle Google-basierten Kundenkonten ermöglicht. Ein Problem, das vorher kein Anbieter gelöst hatte.

Mehr als nur Technik

Was mich an dieser Geschichte am meisten anspricht: RJ denkt nicht nur an sich selbst. Er bringt Kollegen bei, wie sie Rewst nutzen. Er teilt sein Wissen bei Community-Events. Er stärkt das gesamte Ökosystem, das anderen MSPs hilft, besser zu werden.

Sein CEO John Snyder hat es gut auf den Punkt gebracht: RJ programmiert nicht nur oder findet logische Brücken von A nach B. Er bringt Ideen zum Klären und Verbessern. Er überträgt das Herzstück einer Vision. Das ist eine andere Fähigkeit als reine Technik-Kompetenz.

Was das für den Alltag bedeutet

Für Unternehmen wie Net Friends heißt das konkret: Kunden merken den Unterschied. Wenn Techniker nicht in manueller Routine versinken, können sie echte Probleme lösen und Beziehungen aufbauen. COO Joel Abney fasst es zusammen: Den Kunden spüren das täglich.

Am Ende geht es bei Automatisierung nicht darum, Menschen zu ersetzen. Es geht darum, das Langweilige aus dem Weg zu räumen, damit Menschen bedeutungsvolle Arbeit leisten können. RJ Madsen hat das verstanden. Und sein "Builder of the Year"-Titel würdigt nicht nur technisches Können, sondern die Fähigkeit, Technologie in den Dienst von Menschen zu stellen.

Das ist es wert, darüber zu reden.

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