Warum Tech-Chefs plötzlich die Kunst für sich entdecken
John Snyder, CEO von Net Friends, wurde in den Vorstand des Durham Arts Council berufen. Das zeigt einen interessanten Trend: Immer mehr Tech-Führungskräute engagieren sich für ihre lokale Kunstszene. Seine Geschichte erinnert uns daran, dass die besten Netzwerker nicht nur in einer Welt zuhause sind – sie sind diejenigen, die verschiedene Welten miteinander verbinden.
Wenn der IT-Chef Töpferkurse gibt: Eine Geschichte über die falsche Grenze zwischen Technik und Kreativität
Manche Menschen haben ein Geheimnis.
Schauen wir uns John Snyder an. Tagsüber lenkt er als CEO von Net Friends ein IT-Unternehmen, das seit über drei Jahrzehnten Unternehmen in North Carolina betreut. In der Szene gilt er als erfahrener Mann, wenn es um Managed Services und IT-Infrastruktur geht.
Doch wer Snyder wirklich kennt, der weiß: Abends steht er an der Töpferscheibe.
Ja, richtig gelesen. Ein Mann, der sich mit Servern und Cybersicherheit auskennt, formt in seiner Freizeit Ton. Man könnte meinen, das passt nicht zusammen. Muss es aber gar nicht.
Warum sich Tech-Führungskräfte für Kunst interessieren sollten
Ich gebe zu: Das Klischee vom Tech-CEO ist ein bestimmtes. Latte Macchiato in der Hand,codebase im Kopf, Meetings über Meetings. Und ja, John Snyder lebt diesen Job. Net Friends ist gewachsen, hat sich entwickelt, ist heute einer der führenden Managed-IT-Anbieter im Triangle.
Aber starke Gemeinschaften brauchen mehr als funktionierende Technik.
Snyder hat das offenbar verstanden. Mit seiner Berufung in den Vorstand des Durham Arts Council bringt er jetzt seine Erfahrung und seine Perspektive in eine Organisation ein, die jährlich über 400.000 Menschen erreicht. Über Kunstkurse, Ausstellungen, Förderprogramme, Festivals.
„Der Durham Arts Council hat eine beeindruckende Geschichte in der Förderung der Künste", sagte Snyder. „Diese Mission liegt mir wirklich am Herzen."
Klingt nicht nach Pflichterfüllung. Klingt nach echtem Interesse.
Durham macht es vor
Dabei ist die Geschichte kein Zufall. Durham hat sich in den letzten Jahren zu einer der spannendsten Kulturszenen im Südosten der USA entwickelt. Das Durham Arts Council selbst existiert seit 1954 – sieben Jahrzehnte Erfahrung darin, Kunst zugänglich zu machen.
Und die lokale Wirtschaft? Die ist längst dabei.
Net Friends unterstützt das jährliche CenterFest Arts Festival schon lange. Das ist kein reines Charity-Projekt. Es ist eine Investition in die Lebensqualität der Stadt. Und Lebensqualität zieht Fachkräfte an. Talente. Investoren. Neue Geschäftsideen.
So einfach ist das.
Der praktische Nutzen (weil jemand danach fragen wird)
Klar, manche fragen sich: Warum sollte ein Tech-Unternehmen in Kunst investieren?
Die Antwort ist eigentlich straightforward:
Gemeinschaften mit starkem Kulturangebot locken qualifizierte Arbeitskräfte. Punkt.
Vielfalt fördert Innovation. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenarbeiten, entstehen bessere Ideen.
Unternehmen siedeln sich gerne dort an, wo das Leben lebenswert ist.
Snyder hat das verinnerlicht. Seit er 1999 zu Net Friends kam – und seit 2009 als Gesellschafter die Firma mitgestaltet – hat er lokales Engagement nie aus den Augen verloren. Sogar im National Small Business Association's Leadership Council engagiert er sich für die Stimme kleiner Unternehmen auf Bundesebene.
Was mich aber am meisten beeindruckt: Snyder wird als „leidenschaftlicher Töpfer" beschrieben, der dieselbe Hingabe und handwerkliche Sorgfalt in seine Kunst steckt wie in seine Arbeit.
Das sagt alles.
Denn ob IT-Infrastruktur oder Töpferarbeit – die Prinzipien sind dieselben. Genau hinschauen. Geduld haben. Etwas wirklich Fertiges abliefern wollen.
Eigentlich geht es um Integration, nicht um Balance
Wir reden ständig von Work-Life-Balance. Vielleicht ist der Begriff falsch.
John Snyder teilt sein Leben nicht in Schubladen. Technik und Kreativität, Beruf und Leidenschaft – bei ihm fließen diese Dinge ineinander. Sein Verständnis von Handwerk prägt seine Unternehmensführung. Seine Führungserfahrung prägt wahrscheinlich auch seine Arbeit mit dem Ton.
Das Ergebnis?
Ein煎 rounded Leader. Ein engagierter Partner für die Gemeinschaft. Und ein schönes Beispiel dafür, dass die besten Ergebnisse entstehen, wenn wir aufhören, „technisch" und „kreativ" als Gegensätze zu behandeln.
Wenn also demnächst jemand behauptet, Tech und Kunst lägen auf verschiedenen Planeten – erzählt ihnen von Durham. Von John Snyder. Und vielleicht schlagt ihnen vor, einen Töpferkurs zu probieren.
Man muss nicht gut darin sein. Aber man sollte es zumindest versucht haben.
Du bist Unternehmer und suchst nach Wegen, dich in deiner Stadt zu engagieren? Schau dir lokale Kunstinitiativen an. Du wirst überrascht sein, was dabei herauskommt. Und nein – Töpferkurse sind optional.